Der Cohen-Mansfield Agitation Inventory (CMAI) wurde in den 90er Jahren für BewohnerInnen in Langzeitpflegeeinrichtungen entwickelt. Es ist ein Assessment, zur Einschätzung der Intensität agitierten Verhaltens bei demenziell erkrankten Menschen. Das Verhalten wird in Form von verbalen, vokalen oder motorischen Aktivitäten erfasst. Das Assessment besteht aus einem Beobachtungsbogen, der sich in zwei Bereiche (A und B) teilt.

Im Teil A werden 29 Verhaltensweisen wie z.B. Schlagen, sich selbst verletzen, sexuelle körperliche Annäherungsversuche, Nahrungsverweigerung oder anhaltendes Schreien benannt. Auf einer siebenstufigen Skala, die von nie bis mehrmals pro Stunde reicht, wird das Ausmaß herausfordernden Verhaltens festgehalten. Im Teil B sind Aussagen über etwaige Antriebsstörungen zu treffen.

Der CMAI ist eine Entscheidungshilfe, wenn es darum geht zu klären, ob ein demenziell erkrankter Heimbewohner auf eine gerontopsychiatrische Station verlegt werden sollte oder nicht. Ausserdem lässt sich mit Hilfe des CMAI feststellen, ob die Betroffenen von der Therapeutischen Intervention profitieren. Er sollte in regelmässigen Abständen ausgefüllt werden, wobei grundsätzlich ein 2 Wochen Rhythmus vorgesehen ist. Die Heimaufsichtsbehörden fordern zunehmend den Einsatz des CMAI, um z. B. heiminterne Entscheidungen über die Verlegung von Bewohnern besser nachvollziehen zu können. Der Beobachtungsbogen kann von allen Berufssparten, die direkt mit dem Patienten zu tun haben, ausgefüllt werden. Dazu zählen unter anderem Pflege, Ärzte und natürlich Ergotherapeuten.

Mit freundlichen Grüßen | Carola Rehm | Dr. Frank & Partner Zürich