Im Behandlungsverlauf bei ambulant betreuten psychiatrischen Patienten gestalten sich die Zielsetzungen oftmals mehr mit der Richtung Integration in das tägliche Leben. Hierbei können unterschiedliche Methoden zum Einsatz kommen. Neben der kompetenzzentrierten Methode, die sich oftmals mit der Zielsetzung eigene Stärken entdecken und eine Tagesstrukturierung planen auszeichnet, kommen natürlich auch die ausdruckszentrierte und interaktionelle Methode zum Einsatz. Durch systemisch aufgebaute Gesprächsführung und das Hervorheben der Stärken ist es möglich, mit dem Patienten am Aufbau des Selbstvertrauen und des Selbstbewusstsein zu arbeiten und somit auch die Möglichkeit von neuen Perspektiven zu schaffen.

Als Unterschied aber zu stationärer Behandlung muss der Patient in der ambulanten Behandlung aktiver an seinem Leben arbeiten. Da man z.B. im häuslichen Umfeld nun von keiner Krankenschwester mehr morgens geweckt wird und die Therapien von einer Zentrale koordiniert werden. Hier ist nun selbstständiges Handeln gefragt. Gerade in der Zeit ist die Unterstützung durch die ergotherapeutische Intervention gefragt. Denn dies gibt dem Patienten Sicherheit und das Gefühl nicht gleich ganz allein da zu stehen. Viele Kliniken achten mittlerweile darauf, dass sich die Patienten schon gegen Ende des Krankenhausaufenthaltes die weitere ambulante therapeutische Betreuung koordinieren. Doch oftmals wird hier gerade die Ergotherapie vergessen. Doch genau die ist neben der psychologischen Betreuung so wichtig.

Mit freundlichen Grüßen | Claudia Franz | Dr. Frank & Partner Zürich