Es gibt viele Menschen und viele Menschen haben viele Erwartungen. Das ist auch in der Ergotherapie so. Die Menschen, die Ergotherapie benötigen, kommen in den meisten Fällen mit einer gewissen Erwartung zum Therapeuten und teilen ihm diese im besten Fall mit. So weiß der Therapeut, welche Forderungen an ihn gestellt sind und wie er damit umzugehen hat. Was kann ich denn überhaupt erwarten?

Wir sind seit über 20 Jahren am MarktDas bringt uns zum Realismus. Die Erwartungen, die jemand mit in die Therapie bringt, sollten immer mit einem gewissen Realismus betrachtet werden. Kann ich diese Ziele und Erwartungen erreichen oder liegt es so fern? Gerade bei Patienten mit körperlichen Beeinträchtigungen kommt es häufig vor, dass diese eine sehr hohe Erwartungshaltung an sich und den Therapeuten haben. Diese aber oft gar nicht der Realität entspricht und somit unerreichbar zu seinen scheint. Deswegen sollte ein Therapeut immer ein Augenmerk auf die Erwartungen des Patienten halten und diesen im Fall der Fälle über mögliche Ergebnisse der Erwartungen aufklären und ihn mit dem nötigen Realismus darauf hinweisen, dass die Ziele nicht erreicht werden können. In dem Moment wirkt es sehr hart für den Betroffenen, aber er kann sich schneller mit der vorhandenen Situation zurechtfinden und wird nicht in seiner Scheinwelt gehalten. Somit ist es dem Patienten besser möglich, sich realistischere Erwartungen zu setzen. Das sind Themen die natürlich auch zusammen mit dem Therapeuten erarbeitet werden können und sollten. Vom Therapeuten wird hier viel Empathie und Einfühlungsvermögen verlangt, damit es zu einem Ergebnis kommt, dass beide Seiten für akzeptabel halten.

Leider kommt es doch hin und wieder vor das der Patient große Schwierigkeiten mit der Akzeptanz der Erwartungen hat. Oft fehlt die Krankheitseinsicht, das macht es dem Therapeuten umso schwerer ein adäquates Ziel und die Erwartungshaltung an den Patienten zu vermitteln. Durch emphatische Gesprächsführung sowie durch Spiegelung des Therapieverlaufs kann bei dem Patienten ein positives Umdenken angebahnt werden. Dadurch kann der Heilungsverlauf als auch die Einstellung zur Krankheit und ihrer Folgen erfolgssteigernd wirken.

Mit freundlichen Grüßen | Benjamin Haverkamp | Dr. Frank & Partner Zürich