Viele Kinder kommen in die Ergotherapie und erleben das therapeutische Setting oftmals als Spiel und Spaß. Das hinter der Fassade gründlich durchdachte Ziele stecken, erkennen nur wenig Kinder. Dies ist auch gut so! Denn durch den Spaßfaktor lernen Kinder schneller und effektiver. Sie können viele Inhalte aus der Ergotherapie auch in den Alltag, z.B. den Kindergarten oder die Schule umsetzen, da sich des Öfteren die Situationen ähneln.

Doch oftmals müssen die Geschwister im Warteraum warten oder dürfen nur ab und zu mit in die Sitzungen. Dies kann eine stark herausfordernde Situation für die Eltern bedeuten. Wie erklärt man dem Bruder oder der Schwester das es nun nicht mitdarf ohne den Anderen zu stigmatisieren? Benennt man es als Therapie werden viele Fragen, wie „Ist mein Bruder krank?“ oder „Muss ich auch zur Therapie?“ aufgeworfen. Bagatellisiert man es aber als „Hobby“ oder „Spielgruppe“ sind Fragen in Form von „Warum darf ich nicht mit?“ nicht selten. Doch wie macht man es denn nun „Richtig“?

Für viele Eltern ist ein Mittelweg der Sinnvollste. Sie versuchen den Geschwisterkindern altersentsprechend zu erklären, das der Bruder oder die Schwester zur Zeit ein kleines Problem in einem Teilbereich, wie z.B. dem Schreiben hat und es dies in der Ergotherapie üben darf. Das dies auch nichts Schlimmes ist, sondern eher wie z.B. ein Fussballtraining um besser spielen zu können. Das Lernen auch Spaß machen kann ist in der Ergotherapie genauso wichtig wie beim Fussball. Durch eine offene Kommunikation in altersentsprechender Form können Neid und Eifersuchtsszenen oftmals verhindert werden. Auch die Abgrenzung, im Sinne von jedes Kind hat seine Aktivitäten kann hierbei erfahren werden. Viele Eltern nutzen nun auch die Zeit um mit dem Bruder oder der Schwester selbst etwas „Kleines“, wie z.B. Eis essen zu unternehmen. Dies schafft auch wieder gemeinsame Zeit und unterstützt die Eltern-Kind-Beziehung.

Mit freundlichen Grüßen | Claudia Franz | Dr. Frank & Partner Zürich