Ergotherapie und Psychoonkologie
Die wissenschaftliche Aseinandersetzung mit der Psychoonkologie begann Ende der 60er Jahre. Ausschlaggebend hierfür war eine Auseinandersetzung mit individuellen psychosozialen Faktoren, die für die Entstehung einer Krebserkrankungen mitverantwortlich gemacht wurden . So wurde etwa angenommen, dass das individuelle Krebsrisiko dicht mit bestimmten Persönlichkeitsmerkmalem zusammenhänge, die mit dem „Persönlichkeitstyp C“ beschrieben wurden.
Der „Persönlichkeitstyp C“ beschrieb etwa Persönlichkeitsmerkmale wie unselbständige und überangepasste Personen, kombiniert mit Antriebsgehemmung, Defensivität und depressiven Neigungen. Zudem wurde der Typ damit umschrieben nicht in der Lage zu sein, Gefühle angemessen auszudrücken.
Mittlerweile ist das wissenschaftliche Modell der „Krebspersönlichkeit“ in der Wissenschaft weitgehend überholt.
Trotzdem zeigt sich bei betroffenen Patienten, dass Krebserkrankungen zu deutlichen psychischen Belastungen infolge einer Krebserkrankung führen können und sich belastend auf die Lebensqualität der Betroffenen, sowie deren Familien auswirken können. Dr. Frank & Partner Ergotherapeuten arbeiten mit dem 180 Grad Modell ganzheitlich mit den Patienten. Dabei bildet der Therapeut eine neutrale Reflektions.- und Projektionsfläche für den Patienten, um ihm auf diese Weise eine Kommunikationsplattform zu bieten, an welcher er Friktionen und Reibungen bearbeiten kann, ohne sein familäres System oder das soziale Netzwerk mit den oftmals als immer gleiche bohrenden Fragen zu konfrontieren.
Ab Febr. 2012 finden Sie uns auch in Berlin Mitte Anklamerstr. 19 (Nähe Arkonaplatz, Kastanienallee)
Da immer wieder Patienten und Angehörige aus Berlin Mitte, Prenzlauer Berg und aus dem Stadtteil Wedding in unsere Praxis nach Schöeneberg gekommen sind, haben wir im Februar 2012 unsere Praxis im Dreieck zwischen Wedding, Prenzlauer Berg und Berlin Mitte eröffnet. Hier ein erstes Bild und gleichzeitig ein ganz herzliches Dankeschön aus Zürich, an alle Kollegen in Berlin, welche sehr intensiv daran mitgewirkt haben, dass wir reibungslos und pünklich eröffnen konnten. Machen Sie sich selber ein Bild was dabei heraus gekommen ist und besuchen Sie uns in der Anklamerstr. 19 in 10115 Berlin Mitte. Herzliche Grüsse Dr. Thomas Alexander Frank I Zürich . Switzerland
WHEDA- Wirksamkeit häuslicher Ergotherapie bei Demenzerkrankten und ihren Angehörigen
Die WHEDA – Studie ist ein vom Bundesgesundheitsministerium gefördertes Forschungsprojekt, das vom Zentrum für Geriatrie und Gerontologie Freiburg sowie sechs weiteren Demenzambulanzen im Zeitraum von Mai 2008 bis August 2010 durchgeführt wurde.
Die Studie untersuchte die Wirksamkeit häuslicher Ergotherapie an 140 Paaren von demenzerkrankten Menschen und ihren Angehörigen. Ziele sind die Verbesserung der Alltagstätigkeiten, des Umgangs der Angehörigen mit dem erkrankten Partner und der Lebensqualität von Patienten und Angehörigen.
Die eine Behandlungsalternative beinhaltet die ärztliche Routinebetreuung und eine ergotherapeutische Beratung im Haushalt des Erkrankten mit Hilfe einer Informationsbroschüre. Die zweite Behandlungsalternative umfasst die ärztliche Routinebetreuung und 10 ergotherapeutische Hausbesuche. Das Besuchsprogramm basiert auf einem manualisierten Programm der Ergotherapieforscherin Dr. Maud Graff. Die Angehörigen wurden darin angeleitet, sinnvolle Hilfestellung anzubieten und den Alltag so zu gestalten, dass selbständiges Handeln und Teilnahme am sozialen Leben möglich ist. Die Therapeuten optimierten gemeinsam mit Patienten und Angehörige ausgewählte Alltagstätigkeiten, so dass die Patienten diese auch mit ihren kognitiven Einschränkungen noch durchführen können.
Die Ergebnisse der Studie sind folgende: Sowohl eine einmalige ergotherapeutische Beratung als auch eine zehnmalige Ergotherapie in der Wohnung des Demenzerkrankten stabilisieren die Alltagsbewältigung und Lebensqualität des Patienten und Angehörigen für ein halbes Jahr. Es gibt Hinweise, dass intensivere Ergotherapie beim Patienten die Ausführungsqualität einzelner Alltagsaktivitäten verbessern könnte. Eine einmalige häusliche Ergotherapieberatung kann als Therapieoption bei Demenz empfohlen werden.
Bei weiteren Fragen zu der Behandlung bei Demenz nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.
Mit freundlichen Grüßen I Karin Lutter I Dr. Frank & Partner Zürich
read moreEnuresis im Kindesalter
Dieses Thema wird von Eltern ungern angesprochen, denn hier beeinflussen die Vorurteile, wie dass psychische Probleme oder Erziehungsfehler dafür verantwortlich seien, das Handeln der Erziehungsberechtigten, wodurch der Leidensdruck ihrer Kinder völlig unnötig erhöht wird. Stattdessen sollten die Ursachen für das Einnässen am Tag (Enuresis diurna )oder in der Nacht (Enuresis nocturna) geklärt werden, um einen gezielten Therapieansatz zu finden.
Um den Grund des Einnässens auf zu decken, sollten die Eltern ihre Kinder zur Untersuchung zum Kinderarzt oder Urologen bringen. Es könnte sein, das dem Einnässen eine Störung der Blasenmuskelfunktion oder angeborene Fehlbildungen zugrunde liegen. Muss das Kind mehr als 10 mal am Tag auf die Toilette, kann der Auslöser für einen unkontrollierten Urinabgang möglicherweise auch eine Harnwegsinfektion oder ein nervöser Blasenschließmuskeln sein.
Ein Tipp: Die Diagnose kann erleichtert werden, wenn Sie schon vor einem Arztbesuche ein Miktionsprotokoll führen. Das heißt, darin sollten Sie mindestens einen Tagen und eine Nacht aufschreiben, wie oft und wann das Kind auf die Toilette geht. Die dabei erzielte Harnmenge, sowie wie viel und was getrunken wurde, sollte dabei ebenfalls festgehalten werden.
Deutlich mehr Kinder nässen nachts , als tagsüber ein. Hierbei handelt es sich um ca. 25 % der 4-jährigen und 10 % der 7-jährigen. Im Vergleich dazu geschieht dies nur bei ca. 2-3 % der 7-jährigen tagsüber. Eine häufige Ursache fürs Bettnässen ist eine verlangsamte Entwicklung der Blasenkontrolle, bedingt durch hormonelle oder genetische Faktoren. Dies wird heutzutage nicht mehr als ein Grund zur Sorge gesehen. Denn schließlich entwickeln bzw. lernen nicht alle Kinder gleich laufen oder sprechen. Anders ist es, wenn Ihr Kind schon lange Zeit einmal trocken war und dann wieder einnässt. Diese Symptomatik wird sekundäre Enuresis genannt. Hier spielen häufig psychische Faktoren eine auslösende Rolle. Wie zum Beispiel die Geburt eines neuen Geschwisterkindes, die Trennung der Eltern oder der Umzug in eine neue Umgebung. Allerdings ist der Anteil der primär Erkrankungen deutlich höher, das bedeutet, dass das Kind seit seiner Geburt noch nicht „trocken“ war.
In der Therapie gibt es verschieden Ansätze. Zunächst sollte auf die regelmäßige Einnahme von Flüssigkeit und regelmäßige Toilettengänge geachtet werden. Ein einheitliches Belohnungssystem könnte die intrinsische Motivation des Kindes steigern, „trocken“ zu werden. Weiterhin könnte auch ein Kalender durch Symbole oder Ausmalen gestaltet werden, um die Erfolge zu veranschaulichen. Medien wie die Klingelhose / Matten und der Wirksamkeit, deren folgen werden häufig stark diskutiert und sollte daher individuell eingesetzt werden. Hierbei ertönt sobald der Urin austritt ein Alarm, sodass das Kind aufwacht und zur Toilette gehen soll. Doch allerdings schlafen viele Kinder so fest, das nicht sie aufwachen, sondern ihre Eltern, die sie dann wecken müssen. Ziel dieser Übung soll sein, dass die Kinder selber durch ihren Harndrang aufwachen. Nach einem zweiwöchigem Erfolg sollte auf dieses Hilfsmittel verzichtet und allgemein nicht länger als 4 Monate verwendet werden. Sind diese Methoden nicht wirksam, können auch hormonähnliche Medikamente, dessen Wirkstoff sich auf den Wasserhaushalt auswirkt und somit die nächtliche Harnproduktion reduziert, zur Anwendung kommen. Handelt es sich um eine erlernte Zurückhaltungsstrategie (Miktionsaufschub ), die fürs einnässen verantwortlich ist, wird ein verhaltenstherapeutisches Training als sinnvoll betrachtet.
Mit freundlichen Grüßen I Maria Scheewe I Dr. Frank & Partner Berlin
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