Nach Befragung von langjährig erfahrendenen Ergotherapeuten stellte sich im Gespräch heraus, dass die Therapieziele sich im Verlauf der Jahre und mit wachsender Erfahrung in der Arbeit mit dem Patienten ändern. Grundlegend bleibt natürlich die Klientenzentriertheit und die Alltagsorientierung bestehen. Dennoch lassen sich Unterschiede in der Arbeit, aber auch der Befundung, sowie der Gestaltung der Therapieziele mit dem Patienten fest stellen.

So zeigen junge, frisch aus der Schule oder Uni kommende Therapeuten eine große Bereitschaft mit neuen Modellen zu arbeiten und ein starkes Bemühen diese auch für den Patienten als effektiv anzuerkennen. Oftmals fehlt hierbei aber noch der Überblick, welches Modell und damit resultierende Therapieziele auch für den Patienten am sinnvollsten sind. Die Ansätze kann man durchaus bei den meisten als sehr engagiert bezeichnen, doch zeigte sich oftmals beim Patienten eine geringe Akzeptanz für die Verfahren.

Im Vergleich gesehen arbeiten erfahrene Ergotherapeuten auch mit den Modellen, können aber schneller die notwendige Relevanz bezüglich des Therapieansatzes und den daraus resultierenden Therapiezielen erörtern. Von daher finde ich die Tendenz die Teams zu „mischen“ enorm wichtig, da die Ergotherapeuten untereinander viel lernen und sich somit auch weiterbilden können. Auch der Austausch über neue Modelle und altbewährte ist in der heutigen modernen Ergotherapie grundlegend, um noch im Sinne des Patienten arbeiten zu können, da sich auch die Anforderungen von Seiten des Patienten geändert haben.

So steht immer mehr die Alltagsrelevanz im Vordergrund und wie man die Erfolge auch im häuslichen Umfeld integrieren kann. Auch Langzeittherapien gehen zurück und viele Therapeuten arbeiten schon nach dem Modell der Kurzzeit Intervention nach de Shazar und Kim Berg.

Ich möchte mich hier auch nochmal bei den netten Kollegen für den regen Austausch bedanken.

Mit freundlichen Grüßen | Claudia Franz | Dr. Frank & Partner Zürich