Der weltweit häufigste neurochirurgische Eingriff ist die Operation an der Bandscheibe. Bis zu 30.000 Menschen werden in Deutschland jährlich an der Wirbelsäule operiert. Dabei erfüllt die Wirbelsäule eine sehr wichtige Aufgabe im menschlichen Bewegungsapparat. Sie dient der Stabilität des Kopfes, des Oberkörpers und des aufrechten Ganges. Im Wirbelkörper befindet sich ein Rohr, in dem sich das Rückenmark und die Nervengänge befinden. Zwischen den Wirbelkörpern sind die Bandscheiben. Unsere Bandscheiben fangen die Stösse der menschlichen Bewegung ab, die z.B. beim Spazieren gehen oder bei Sprüngen entstehen. Bei einem Bandscheibenvorfall drückt das innere Bandscheibengewebe aus und kann so auf Nerven drücken. Zu den Hauptrisikofaktoren einen Bandscheibenvorfall zu erleiden, zählt Bewegungsmangel, zunehmendes Alter, Fehlhaltung und Fehlbelastung über mehrere Jahre oder Neigung zu frühzeitigem Verschleiss. Die Symptome können Rückenschmerzen, Schmerzen und Gefühlsstörungen in Armen und Beinen (Ameisenlaufen, Kribbelgefühl, Taubheit), Minderung der Muskelkraft, Krämpfe, Lähmungen und Verlust der Darm- und Blasenkontrolle sein.

Wenn nach einer langfristigen Ergo- oder Physiotherapeutischen Therapie keine Besserung der Beschwerden eintritt, so sollte gemeinsam mit dem behandelnden Arzt über eine Operation nachgedacht werden. Nach Prof. Dr. med. Burkhard Rischke hat eine operative Therapie mehrere Ziele. Unter anderem nennt er den Erhalt oder Wiederherstellung der Bandscheibenhöhe, die Wiederherstellung der Stabilität, der Erhalt der Beweglichkeit und den Erhalt der angrenzenden Wirbelsäulensegmente. Prof. Dr. Rischke setzt operativ eine lumbale Bandscheibenprothese (Freedom Lumbar Disc FLD) ein. Diese stabilisiert die Wirbelsäule und erhält deren Beweglichkeit. Die ursprüngliche Bandscheibenhöhe wird durch diese Prothese wieder aufgebaut und durch sie erhalten. Dadurch werden die Wirbelgelenke in ihre physiologische Position gebracht und beengte Nervenbahnen wieder befreit. In einer Pilotstudie hat diese bewegliche Bandscheibenprothese bewiesen, dass die physiologische Stabilität und Mobilität der Lendenwirbelsäule erhalten und wiederhergestellt wird. Die Symptome einer chronischen Lumbo-Ischialgie (in das Bein weitergeleiteter Rückenschmerz) aufgrund einer Bandscheibenvorwölbung, haben sich dank dieses Verfahrens deutlich verbessert.

Nach einer Operation werden in der Ergo- und in der Physiotherapie die Mobilität, der Kraftaufbau und das ergonomische Heben und Tragen (Rückenschonend) trainiert.

Mit freundlichen Grüßen | Carola Rehm | Dr. Frank & Partner Zürich