Chemotherapie nennt man die Behandlung von Krebserkrankung mittels medikamentöser Therapie. Dies ist ein klassischer Therapieansatz, der aber nicht bei allen Tumorarten als erstes Mittel eingestzt wird. So besteht auch die Möglichkeit den Tumor operativ zu entfernen. Chemotherapie wird auch nur begrenzt eingesetzt, wenn die Nebenwirkungen schwerwiegender sind als eine nichtmedikamentöse Behandlung oder wenn die Behandlung zu viele lebenswichtige Organe angreifen würde. Dennoch ist die Chemotherapie ein entscheidendes Mittel zur Bekämpfung der Krebszellen.

Was aber wenn die Nebenwirkung sich z.B. in Form einer Neuropathie auswirkt? Der Ausprägungsgrad der Neuropathie kann hierbei stark variieren. Hierbei gilt es immer zuerst und zeitnah mit dem behandlenden Arzt sprechen. Dieser schaut dann, ob er das Medikament wechseln kann, Schmerzmittel verabreicht oder eine zusätzliche Gabe von hochdosierten Vitaminen oder Magnesium anordnet. Dies kann die Neuropathie und die Nebenwirkungen leicht mindern, aber meist nicht komplett behandeln.

Viele Kliniken haben deshalb im Rahmen eines interdisziplinären Therapieansatzes andere Therapieformen, wie Physiotherapie und Ergotherapie hinzu gezogen. Der physiotherapeutische Bereich zielt primär auf die Bewegungsschulung und die Krankengymnastik ab, wobei in der Ergotherapie die Verbesserung der Sensibilität und das Hilfsmitteltraining angestrebt werden. Auch die Anleitung im häuslichen Bereich, um schmerzfreier arbeiten zu können, fällt in den Bereich der Ergotherapie. Durch das kombinierte Therapieangebot können die Patienten oftmals gut stabilisiert werden und über die schwere Zeit der Krebsbehandlung begleitet werden.

Mit freundlichen Grüßen | Claudia Franz | Dr. Frank & Partner Zürich