Oftmals ist bei Kindern mit angeborenem oder erworbenen Herzfehlern Ergotherapie nicht die erste Wahl der Therapie. Doch auch in diesem Feld kann die Ergotherapie viele Erfolge aufweisen und den Kindern die Möglichkeit eines fast „normalen“ Alltages bieten. Auch bei Kindern mit Herzfehlern können sich Erziehungsfehler, wie Verwöhnung oder Inkonsequenz der Eltern entstehen.

Durch einen Herzfehler sind viele Kinder oftmals in ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit eingeschränkt und die Eltern leben in ständiger Sorge das kranke Kind zu sehr zu belasten. Dadurch neigen viele zu einer übermäßiger Überwachung und Beobachtung, sodass sich Ängste, aber auch rebellisches Verhalten bei den Kindern abzeichnet. Für Eltern ist dies eine schwere Zeit, da zusätzlich zu der Sorge wie es dem Kind geht, auch oftmals die Gefahr, aufgrund der zu geringen Sauerstoffsättigung im Gehirn Intelligenzminderungen und im Extremfall auch starke Behinderungen entstehen können.

Für die Kinder hingegen sind die Herzfehler meist kaum ein Hinderniss im täglichen Leben. Oftmals werden leichte Probleme im Spiel ignoriert und das persönliches Leistungsniveau ausgeschöpft. Dies verhindert, dass sich die Kinder als Außenseiter fühlen oder in solch eine Position gedrängt werden. Falls doch ein Handlungsbedarf besteht kann die Ergotherapie sehr unterstützend wirken. Denn im geschützten Umfeld können die Leistungsfähigkeit des Kindes ausgetestet und trainiert werden, aber es bietet auch für die Eltern durch die Elternberatung und das Elterntraining eine gute Möglichkeit eigene Sorgen und Ängste zu besprechen um im Erziehungsverhalten entspannter agieren zu können.

Mit freundlichen Grüßen | Claudia Franz | Dr. Frank & Partner Zürich