Der Trend bei Jugendlichen deutet immer mehr darauf hin sich vermehrt mit politischen Fragen und Themen auseinander zu setzen. Doch wie können Eltern diesen Prozess unterstützen? In der Adoleszenz möchten sich viele angehende Erwachsenen erst einmal von den nahestehenden Personen, in den meisten Fällen die Eltern, abgrenzen. Alles was vorher schön und toll war wird nun vermieden und elterlicher Rat grundsätzlich abgewiesen. „Was wissen die schon!“ ist ein beliebter Satz bei Teenagern. Viele Eltern stehen oftmals ratlos und machtlos neben ihren Sprösslingen und suchen den netten Jungen oder das nette Mädchen von früher. Doch Eltern unterschätzen nur zu oft den sekundären Einfluss auf die Kinder.

Denn das Streben nach Bildung und Akzeptanz nimmt zu. Und durch zunehmende schulische aber auch außerschulische Projekte, die sich mit der aktuellen politischen Lage befassen wächst auch wieder eine neue Generation an Gemeinschaft heran. Im häuslichen Umfeld können Eltern ihre Kinder oftmals durch interessante Literatur oder Zeitschriften (die man sich dann heimlich mit ins Zimmer nehmen kann) oder durch entsprechende Themen beim Abendessen unterstützen. Wichtig ist hierbei, dass es entspannte Gespräche sind und die Kinder nicht das Gefühl von „Abfragen“ bekommen. Sätze wie, „Wie ist eigentlich deine Meinung zum Atomausstieg?“ oder positive Bestärkung in den Themen mit denen sich ihr Kind gerade auseinander setzt, können wirkungsvoller sein als man denkt. Denn auch wenn das Gespräch erstmal abgeblockt wird, so denken doch viele für sich allein nocheinmal darüber nach und versuchen somit sich selbst eine eigene Meinung zu bilden.

Mit freundlichen Grüßen | Claudia Franz | Dr. Frank & Partner Zürich