Jeder von uns kennt Gefühle wie Wut, Frustrationen oder Ärger. Oftmlas entstehen Sie im Alltag, wenn Dinge die man plant oder machen möchte nicht gelingen, oder es zeitweise nicht so funktioniert wie vorgesehen. Die meisten Erwachsenen haben gelernt, mit solchen Gefühlen umzugehen und nicht bei jeder Gelegenheit zu schreien oder zu toben. Doch als Kind muss man so etwas erst lernen. Auch im Alltag von unseren „Kleinen“ entstehen immer wieder Situationen, in denen es mit Dingen konfrontiert wird, die Wut oder ärger auslösen. Auch Frustrationen auszuhalten, wie z.B. wenn es im Kaufhaus nicht alles bekommt was es möchte muss gelernt sein. Oder Herausforderungen, wenn man nicht jedes Spiel im Kindergarten, in der Schule oder auf dem Spielplatz gewinnt müssen bestanden und gelöst werden. In solchen Situationen neigen manche Kinder oftmal dazu zum kratzen, beißen, schreien oder schlagen um sich somit von diesen Gefühlen zu befreien.

Für manche Eltern können solche Situationen selbst eine Überforderung darstellen. Denn wie reagiere ich „richtig“. Gerade auf dem Spielplatz sind diese Situationen heikel, da andere Eltern im Umfeld meist verständnislos reagieren obwohl Sie alle ähnliche Situationen schon selbst mit den eigenen Kindern hatten. Hinzu kommen oftmals auch gut gemeinte Ratschläge von allen Seiten, welche sich im Gesamten deutlich unterscheiden und man wieder am Anfang steht.  Auf keinen Fall sollten Sie bei einem Wutausbruch oder bei aggressiven Verhaltensweisen ihres Kindes ebenfalls mit Schreien oder mit Ärger reagieren. Gleichzeitig sollten Sie das Verhalten aber auch nicht zu sehr bagatellisieren, denn in beiden Fällen lernt ihr Kind nicht, wie es wirklich „richtig“ mit der Situation umgehen kann.

Hier ein paar Hinweise, die aber nicht als genereller Maßstab gelten sollten, da jedes Kind und jeder Mensch unterschiedlich ist und oftmals die Reaktionen auch den Situationen angepasst sein müssen.

  • Schauen Sie erstmal was der Auslöser für die Wut oder den Ärger des Kindes ist. Durch schnelles Erfassen der Situation können viele Konflikte schon „aus dem Bauch“ heraus entschieden und gelöst werden.
  • Zeigen Sie Verständnis für die kindlichen Gefühle und versuchen Sie entweder gleich oder später mit Ihrem Kind zu sprechen und die Situation zu erklären und gemeinsam im Gespräch Lösungswege zu finden.
  • Bei körperlichen Aggressionen klare Grenzen zeigen und kurz aber Bedacht Handeln. Vermeiden Sie „Machtkämpfe“ mit ihrem Kind. Halten Sie eine klare Linie was Regeln und Grenzen betrifft ein. So fühlt sich ihr Kind sicher und kann sich frei in diesem „Rahmen“ bewegen.

Dies ist natürlich nur ein kleiner Auszug an den unzähligen Möglichkeiten. Wichtig ist, dass Sie auf ihr Kind hören und versuchen zu verstehen, warum es wie handelt um diese Phase gemeinsam zu bewältigen. Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen gern persönlich zur Verfügung oder fragen Sie unsere Kollegen in Berlin oder München.

Mit freundlichen Grüßen | Claudia Franz | Dr. Frank & Partner Zürich