Im geriatrischen Bereich tauchen in den letzten Jahren immer mehr Aktivierungstherapeuten auf. Ihr Hauptaufgabengebiet im Seniorenheim besteht darin, sich mit den Bewohnern zu beschäftigen, kleine Kochgruppen zu gestalten oder im Einzelsetting einfache Bewegungsübungen durchzuführen. Auch Ausflüge planen Aktivierungstherapeuten mit den Bewohner zusammen, um somit den letzten Lebensabschnitt so schön und abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Doch waren das nicht vor ein paar Jahren noch die Aufgaben der Ergotherapeuten? Wo liegt der Unterschied dieser beiden Formen?

Auf den ersten Blick scheint es keinen zu geben. Und doch besteht dieser gravierend. So befassen sich Aktivierungstherapeuten mit den alltäglichen Aufgaben einer Bewohners im Heim, ohne wirklich grundlegendes Fachwissen, was es bei dem Menschen bewirkt und welche Risiken, z.B. passive Mobilisation auch birgt. Die Ergotherapeuten hingegen haben in ihrer Ausbildung oder im Studium die anatomischen Grundkenntnisse vermittelt bekommen bzw auch genaue Ansätze und Therapieplanungen erlernt, um effektiv das Bewegungsausmaß wieder herzustellen.

Wenn man also auf den zweiten Blick beide Therapieformen in den Vergleich setzt, so erkennt man, dass die Ergotherapie tiefgreifender und wirkungsvoller, vor allem aber nachhaltiger arbeitet. Das soll nicht heißen, das Aktivierungstherapeuten keine gute Arbeit leisten. Ganz im Gegenteil, sie sind ein wichtiger Bestandteil der Tagesablaufes in vielen Seniorenheimen. Sie kümmern sich liebevoll um die Bewohner, nur können sie eben keine Ergotherapie ersetzen.

Mit freundlichen Grüßen | Claudia Franz | Dr. Frank & Partner Zürich