Entwicklungsstörung. Diesen Begriff hört man in der der Ergotherapie sehr häufig, vor allem wenn es um die Therapie bei Kindern geht.

Doch was beinhalteten diese „Entwicklungsstörungen“ alles? So wie jedes Kind ein einzigartiges Wesen ist, so ist auch das Erscheinungsbild einer Entwicklungsstörung bei jedem Kind anders.

Die Gemeinsamkeit liegt darin, das die Entstehung dieser Störungen alle ihren Ursprung in der frühen Kindheit und bei der Entwicklung des Gehirns haben. Es fällt zum Beispiel auf, dass manches Kleinkind in der Entwicklung „anders“ ist als das gleichaltrige Kind einer Nachbarin. Dieses „anders sein“ äußert sich zum Beispiel in einer langsameren motorischen Entwicklung oder durch Einschränkung der feinmotorischer Fähigkeiten. Die Funktionen, die am häufigsten betroffen sind, betreffen die sprachliche Entwicklung, die Bewegungskoordination und die visuell-räumlichen Fertigkeiten.

Die Entwicklungsstörungen werden bei der Klassifizierung der ICD10 den psychischen und Verhaltensstörungen untergeordnet.

Hier ist ein Überblick über die verschiedenen Kategorien:

  • Umschriebene Entwicklungsstörungen der schulischen Fertigkeiten
  • Umschriebene Entwicklungsstörungen der motorischen Funktionen
  • Umschriebene Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache
  • Kombinierte umschriebene Entwicklungsstörungen
  • Tief greifende Entwicklungsstörungen
  • Andere Entwicklungsstörungen
  • Nicht näher bezeichnete Entwicklungsstörung

Jede Kategorie kann wieder in Unterpunkte unterteilt werden.

Es wird die Umschriebene Entwicklungsstörungen der schulischen Fertigkeiten näher erläutert:

Hier stets besonders Lese- und Rechtschreibschwäche und die Schwäche im rechnerischen Denken im Vordergrund.

Um diese Störung zu diagnostizieren bedarf es einer Reihe von Testungen und Befunderhebungen, um zum Beispiel neurologische Ursachen oder eine angeborene oder erworbene Hirnschädigung auszuschließen.

Die Zusammenarbeit von Therapeuten, Pädagogen und Eltern sind bei der Förderung in diesem Bereich eine grundlegende Voraussetzung. Zum einen um das Verständnis der Eltern zu verbessern und zum andern ihnen auch Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie ihr Kind fördern können. Durch die Betrachtungsweisen der Einzelnen aus verschiedenen Blickwinkeln ergibt sich so ein umfassendes Bild über die genauen Einschränkungen, aber auch über die Ressourcen eines Kindes.

Auch ist es wichtig, den Kind ein stabiles und sicheres familiäres Umfeld zu geben, um auch die Selbstsicherheit und das Selbstbewusstsein zu stärken. Den Kinder mit einer Entwicklungsstörung werden immer „anders“ als andere Kinder sein. Man sollte dem Kind vermitteln das es nicht „anders“ ist, sonder einfach etwas „besonderes“!

Mit freundlichen Grüßen | Christina Barthold | Dr. Frank & Partner München