Die Brille liegt im Kühlschrank, das Essen auf dem Herd wird vergessen und im Hochsommer werden Winterkleider getragen. Wer beruflich oder privat Kontakt zu älteren Menschen hat, dem wird wahrscheinlich das eine oder andere Beispiel bekannt vorkommen. Wenn diese Dinge beobachtet werden, ist die Demenz bereits in einem fortgeschrittenen Stadium.

Die Demenz verläuft in drei Stadien. Im ersten Stadium sind nur komplexere Alltagstätigkeiten beeinträchtigt. Termine und Telefonnummern werden vergessen und an fremden Orten können sie sich nicht orientieren. Da die Betroffenen dies auch selbst wahrnehmen, kann das zu Angst und Depressionen führen. Im zweiten – mittleren Stadium vergessen die Betroffenen bereits die Namen vertrauter Personen, brauchen Unterstützung beim Waschen und Anziehen und finden sich an vertrauten Orten nicht mehr zurecht. Es können zusätzlich Störungen des Tag-Nacht-Rhythmus, Wahnvorstellungen oder Halluzinationen auftreten. Das Krankheitsgefühl geht verloren. Im dritten – schweren Stadium werden die Betroffenen bettlägerig. Sie verlieren die Kontrolle über ihre Blase und ihren Darm, entwickeln Schluckstörungen und sprechen kaum mehr. In diesem Stadium sind die Patienten sehr infektanfällig. Die Todesursache ist oft eine Lungenentzündung. Bei einer Alzheimer-Demenz und anderen Demenzformen, dauert jedes Stadium ca. 3 Jahre. Es ist aber auch ein Verlauf von bis zu 20 Jahren möglich. Die Zahl der Erkrankten liegt bei 8% der über 65jährigen. Das Risiko steigt mit zunehmendem Lebensalter. Es gibt auch Frühformen des Alzheimers, die Menschen zwischen dem 30. und dem 50. Lebensjahr treffen kann.

Die Ursache liegt in einer nachweisbaren Erkrankung des Gehirns. Dabei sterben die Zellen im Gehirn nach und nach ab und es kommt zu einem langsamen Versagen des Gehirns. Warum und wie diese krankhaften Veränderungen ausgelöst werden ist noch unklar. Klar ist, dass der Abbau in sehr wichtigen Hirnarealen stattfindet. Dabei sind Hirnareale in denen das Gedächtnis, die Sprache, das Planen, Handeln und die räumliche Orientierung liegen vom Abbau betroffen. Obwohl die Ursache nicht geklärt ist, können laut Wissenschaftlern körperliche Bewegung, geistige Aktivität, Soziale Kontakte und eine gesunde Ernährung einer Demenzerkrankung vorbeugen.

In der Praxis Dr. Frank & Partner Ergotherapeuten werden von Demenz Betroffene nach verschiedenen Methoden behandelt. Neben funktionellen Trainings nach Bobath oder Perfetti werden ein Aufmerksamkeits- und Konzentrationstraining (Reime, Sprichwörter, lang bekannt Redensarten, Gedichte, Lieder oder Bewegungsabläufen), Entspannungstherapie, Hilfe zur Tagesstrukturierung, Beratung der Wohnungsgestaltung und Hilfsmittelversorgung angeboten.

Mit freundlichen Grüßen | Carola Rehm | Dr. Frank & Partner Zürich