Im Rahmen der Qualitätssicherung, fand ein Vortrag vor Berliner Kinderärzten, bezüglich der Wirksamkeit der Ergotherapie bei Kindern und Jugendlichen statt. Lesen und laden Sie hier den ganzen Vortrag…

Mit freundlichen Grüßen | Dr. Thomas A. Frank | Dr. Frank & Partner

10 Responses to Vortrag zur Ergotherapie vor Berliner Kinderärzten bezüglich der Wirksamkeit bei Kindern, als Beitrag zur evidence based Medicine
  1. Da hat Emilia recht. Ich bin gerade in einer Ergotherapie Ausbildung und wir arbeiten viel mit Videoaufnahmen. So kan man eigenes therapeutisches Handeln quasi von der anderen Perspektive sehen und da fehlt es einem schon dies oder jenes, was man während der Übung selbst nicht merkt. Die Mitschüler können dann eine Menge nützlicher Tips geben. Kann ich nur empfehlen.

  2. Ich glaube, diese Art und Weise der Vorbereitung auf das spätere Therapeutische Arbeiten kann sehr hilfreich sein. Dennoch bin ich der Meinung, dass eine derartige Videoarbeit immer auf freiwilliger Basis abverlangt werden sollte- damit es nicht zum bekannten Vorführeffekt in Gruppensituationen kommt. Ich verlasse mich in meiner therapeutischen Arbeit sehr oft auf mein Gefühl, wie ich in bestimmten Fällen und Situationen vorgehen werde- dies kann beispielsweise auch per Videoaufnahme nicht festgehalten werden und bedarf meinerseits wenig Diskussion mit Anderen.

  3. Empfiehlt sich diese Videoarbeit auch bei der Anleitung von Praktikanten? Ich denke gerade angehende Therapeuten etc.könnten dadurch beispielsweise ihr eigenes therapeutisches Vorgehen betrachten und gemeinsam mit dem Menthor über eigene Verhaltensweisen und das der Kinder diskutieren!

  4. Den Inhalt von therapeutischen Interventionen anhand von Videoaufnahmen den Eltern zuerklären, finde ich ebenfalls eine sehr interessante Methode. Bei einer derartigen Aufklärungsarbeit muss jedoch im Vorfeld darauf geachtet werden, dass die Eltern des Kindes zu dieser Methode ihr Einverständnis erteilen. Oft kann ein schriftlicher Beleg in der jeweiligen Krankheitsakte von Vorteil sein, um Rechtswidrigkeiten zuvermeiden.

  5. Das ist wirklich eine gute Idee. Zumal ich der Meinung bin, dass Eltern oftmals mit Videoaufnahmen Verhaltensweisen ihres Kindes aus einem anderen Blickfeld beobachten können, die ihnen im Alltag nicht immer auffallen. Ich werde in den nächsten Wochen diese Möglichkeit gezielt für ein Elterngespräch nutzen, da ich selbst im therapeutischen Bereich tätig bin. Vielen Dank für diesen Anreiz.

  6. Sehr geehrter Herr Frank,
    Vielen Dank erst einmal für ihre Antwort! Ich stimme ihnen zu, dass man bei der Aufklärung der Eltern sehr sensibel und behutsam vorgehen sollte. In einem solchen Gespräch kann es sehr hilfreich sein, seine Aussagen mit Videoaufzeichnungen des Kindes zu untestützen! Oftmals können Eltern so besser einsehen und verstehen, wenn das Defizite hat, die nicht alterentsprechend sind.

  7. In der vorangegangenen Argumentation, warum Eltern das Verhalten der eigenen Kinder neutral bewerten und dadurch Probleme der Kinder erst durch dritte Personen erkannt werden, kann ich nur zustimmen. Ich bin der Meinung, dass es für die jeweiligen Eltern, wohl meist schwer ist, wahrnehmen zuwollen, dass gerade ihr Kind Probleme hat- wo gleichaltrigen Kinder altersentsprechend entwickelt sind. Viele Eltern sprechen z.B. eine Bewegungsarmut ihres Kindes oder die fehlende Freude bei aktiven Bewegungen der Persöhnlichkeit ihres Kindes zu. Die Frage, die sich jedoch diesbezüglich mir stellt, „Kann man bei Kindern im Grundschulalter wirklich schon von Persöhnlichkeit sprechen?“.Eine intensive Aufklärungsarbeit von Seiten der Therapeuten oder der fachlichen Pädagogen bei den Eltern über die Problematik ihres Kindes schätze ich ebenfalls als sehr entscheidend ein. Empartie, Echheit und positive Wertschätzung in einem therapeutischen Auftreten sind dabei wesentlichen Faktoren. Die Eltern lernen so einen transparten Weg kennen, auf dem sie in Zusammenarbeit mit den Therapeuten ihrem Kind eine adäquate Förderung bieten können.

  8. Liebe Tanja,
    ich glaube das in der Aussage bereits viel an Erklaerung beinhaltet ist, warum es sinnvoll ist Kinder bei Bedarf, von reflektierten Fachpersonen unterstuetzen zu lassen.
    Eltern sind am nahesten an Ihren Kindern und beschuetzen diese natuerlich in allen Lebenslagen. Aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich, wenn Eltern Verhalten neutral bewerten (bei ihrem Kind). Weitaus interessanter ist jedoch der Bereich der Verschiebung und Abwehr. Diesem Phaenomen sehen sich etwa Lehrer, Erzieher und Therapeuten oft gegenueber, wenn es darum geht eine spezielle Foerderung zu empfehlen, oder auffaellige Aspekte anzusprechen. Hier bedarf es eines sensibelen Vorgehens gegenueber den Eltern, sowie der intensiven Aufklaerungsarbeit ueber Sinn und Nutzen einer Foerderung des Kindes.

  9. Ich finde es erstaunlich, dass von in der Studie der Häufigkeit von psychischen Erkrankungen, nur 16% der Kinder vorher in Behandlung waren und so viel Prozente unerkannt blieben. Man achtet auch als Elternteil viel zu wenig auf die Signale, die von den Kindern ausgehen. Ich hoffe, dass sich das durch die Studie und die Ergebenisse ändern wird.

  10. Es gibt bisher viel zu wenige Forschungsergebnisse, die aufzeigen, wie sinnvoll und wirksam die Ergohterapie gerade im pädiatrischen Bereich ist. Diese veröffentlichte Arbeit ist ein sehr sinnvolles Werkzeug um Ärzten aufzuzeigen, dass Ergotherapie nicht nur „spielen“ ist, sondern auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht. Vielen ist vor allem nicht bewusst, welche Erkenntnisse dies sind, wo sich die Schnittstellen zu anderen medizinischen, rehabilitativen oder sozialen Berufen befinden und wie gerade dies zu einer ganzheitlichen und effizienten Behandlung führt. Ich habe selbst einen Sohn, der eine ergotherapeutische Behandlung benötigt hat. Seine Defizite lagen hierbei vor allem im emotionalen Bereich. Durch sein mangelndes Selbstvertrauen wurde er in sozialen Interaktionen, im Schulalltag und in der Freizeit stark gehemmt. Die Ergotherapie schaffte es sowohl durch gezielten Einsatz fördernder Medien, als auch durch eine positive, wertschätzende Therapeuten-Kind-Beziehung ihn so zu fördern, dass er jetzt, nach einem Jahr, selbstsicher auf andere zugehen kann, seine Fähigkeiten entfalten kann und er viele Erfolge in der Schule erlebt.

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