Arthrose, sie wird im Sprachgebrauch oft als „Gelenkverschleiß“ beschrieben. Doch was ist dieser „Verschleiß“ genau? Arthrose beschreibt eine Schädigung der Knorpelschicht, die über das übliche Maß hinaus stattfindet. Dabei gibt es eine Unterteilung in die so genannte primäre und die sekundäre Arthrose.

Unter der primären Arthrose versteht man eine Art, wobei eine biologische Minderwertigkeit des Knorpelgewebes mit unbekannter Ursache zu Grunde liegt.  Als Ursache für die sekundäre Arthrose gibt man die mechanische Überbelastung oder auch entzündliche Veränderungen an.

Im Verlauf der Arthrose wird zuerst der Knorpel geschädigt und letztendlich kann es auch zu einer Veränderung am Knochen kommen. Beschrieben werden dabei 4 Stadien, in denen die Arthrose verlaufen kann. Anfangs im 1. Stadium dünnt die Knorpelschicht aus und wird rau, dabei entstehen Furchen und Risse in der Knorpelschicht.

Im nächsten, 2. Stadium wird Bindegewebe und Chondrozyten im Übermaß produziert und es treten Geschwüre auf. Im 3. Stadium kommt es dazu, dass der hyaline Knorpel durch minderwertigeren Faserknorpel und Granulationsgewebe ersetzt wird. Dabei bilden sich dann so genannte Geröllzysten. Im weiteren Verlauf kommt es im Stadium 4 dazu, dass die Knochenplatte des Gelenkes immer weiter abflacht. Dabei steigt natürlich der Druck auf die Gelenkfläche. Um diesen Druck auszugleichen bilden sich am Knochen Randwülste, auch Osteophyten genannt.

Durch diesen Prozess der Veränderungen bleibt es nicht aus, dass es zu typischen Schmerzen bei Belastung oder beim Anlauf der Bewegung nach einer längeren Pause kommen kann. Es werden auch Symptome wie Gelenkergüsse, Verformungen in den Gelenken und vermehrte Gelenkgeräusche beschrieben. Wie kann nun die Ergotherapie in diesen Prozess positiv eingreifen und den Verlauf verbessern? Wichtig ist es zum einem die Schmerzfreiheit bei den alltäglichen Bewegungen zu erreichen, und zum anderen die mechanischen Einflüsse, die das Gelenk verändern so gering wie möglich zu halten oder sogar komplett zu vermeiden.

Man sollte versuchen, seinem Gegenüber einen bewussten Umgang mit den eigenen Gelenken nahe zu bringen. Durch gezielte Bewegungsübungen, Muskelaufbau oder gelenkschonende Haltung kann man den Verlauf zwar nicht komplett stoppen, aber immerhin positiv beeinflussen. Somit bleibt einem die Lebensqualität länger erhalten.

Sollten Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen | Christina Barthold | Dr. Frank & Partner München