Es gibt die Einflussfaktoren: Eltern, Schule, ergotherapeutische Intervention

Die Beziehungen zwischen den einzelnen Parteien sind unterschiedlich ausgeprägt und jedes Kind setzt den Schwerpunkt woanders. Optimal ist es für das Kind, wenn alle drei Einflussfaktoren den gleichen Bezug herstellen können. Von allen drei Institutionen bekommt das Kind den notwendigen Input, welches es bei der Entscheidungsbildung fördert.

Natürlich ist es nicht immer möglich, dies Tag für Tag im Gleichgewicht halten zu können, da dies gewisse Stresssituationen vom Kind abverlangt. Jede Instanz entwickelt und verlangt bestimmte Ziele die verfolgt werden müssen, jedoch nicht immer gleichgesetzt werden können.

Aufgrund dessen ist es wichtig, dass alle Instanzen miteinander in einem Dialog stehen, damit dem Kind eine adäquate Entwicklung garantiert werden kann. Oftmals bringen selbst die Kinder konstruktive und sehr wichtige Punkte mit in den Prozess ein.

Lehrer haben die notwendige Vorbildung, um auf die schulischen Lernfähigkeiten des Kindes einzugehen. Die Aufgabe des Ergotherapeuten besteht darin, dass Kind in seinem Alltag zu unterstützen, die vorhanden Stärken ausbauen und die möglichen Schwächen so gut wie möglich reduzieren. Bei den Eltern ist es wichtig, dass sie bestimmte Lernprozesse zusammen mit dem Therapeuten und Lehrern sich aneignen, um mit der Situation besser zu Recht zu kommen. Wenn zwischen allen Parteien der Informationsfluss läuft, ist es nicht so schwer, gemeinsam an einem Strang zu ziehen, denn dies trägt viel zur Entwicklung des Kindes bei. Die Kunst ist es, dass Kind nicht zu überfordern oder auch zu unterfordern.

Natürlich stellt sich hier die Frage wie soll das Ermessen werden. Eine einfache Beobachtung des Kindes sollte ausreichend sein.

Vieles hängt auch vom Erziehungsstil der Eltern ab, in welchem Umfeld das Kind sich wohlfühlt und sich am besten entwickeln kann. Wichtig wäre das Zeit für die Kinder da sein sollte. Das ist aber heutzutage das größte Problem. Wenn beide Eltern arbeiten, ist der Spielraum für Kind und Eltern oft stark eingeschränkt. In der ergotherapeutischen Intervention haben die Kinder dafür die Zeit, ihre Bedürfnisse und Wünsche zu äußern, um damit besser arbeiten zu können. Wenn die Eltern dies frühzeitig erkennen, kann dem Kind rechtzeitig Unterstützung angeboten werden. Die Entwicklung des Kindes beeinflusst auch das spätere Leben als Erwachsener.

Die Eltern haben noch die Möglichkeit bei einer weiteren Institution sich Hilfe zu holen. Das Jugendamt, oftmals negativ behaftet durch Medien und Meinungen anderer, ist aber spezialisiert auf die Kindererziehung und stellt deswegen ein nicht zu unterschätzender Faktor dar.

Zu guter Letzt ist es wichtig, die einzelnen Anregungen der Institutionen umzusetzen und das alle zum Wohle des Kindes zusammenarbeiten.

Haben sie Anregungen oder Fragen zu diesem Thema?

Mit freundlichen Grüßen | Pricilla Nkembo-Anza | Dr. Frank & Partner München