Wenn Hans wütend wird, ist er meist nicht mehr zu bremsen. Er schreit aus Leibeskräften, sein Gesicht läuft rot an, er wirft sich auf den Boden und ist nicht mehr zu beruhigen. Solche oder ähnliche Wutausbrüche kommen bei Hans in letzter Zeit öfters vor. Auslöser sind meist Kleinigkeiten, wie dass er z.B. seine Schuhe aufräumen soll.

Bei kleinen Kindern sind Wutausbrüche meist keine Seltenheit, doch lassen diese sich schnell regulieren. Doch wenn die Kinder älter werden und somit auch mehr Kräfte entwickeln sowie sich die Anfälle häufen, bekommt man ernste Probleme. Dabei reichen manchmal kleine Spielregeln, um diese gut in Griff zu bekommen:

  • Schauen Sie zu welchen Situationen ihr Kind den Wutanfall bekommt und notieren Sie sich den Auslöser
  • Loben Sie ihr Kind, sobald es in einer dieser Situationen nicht mit einem Wutausbruch reagiert und einen anderen „Besseren“ Lösungsweg findet.
  • Bewahren Sie Ruhe! Dies ist leichter gesagt als getan. Denn wenn man selbst zu impulsiven Verhaltensweisen neigt, fällt es einem schwer adäquat auf die Situation zu reagieren. Aber durch eigenes Schreien hilft man dem Kind meist nicht weiter.
  • Gehen Sie mit ihrem Kind an einen ruhigen Ort, an dem es Raum hat sich zu beruhigen. Dies sollte aber wenn möglich nicht erst passieren, wenn das Kind schon auf 180 ist, sondern bestenfalls schon vorher.
  • Loben und Bestärken Sie ihr Kind, wenn es geschafft hat sich zu beruhigen und versuchen Sie nun erst die Situation noch einmal ruhig mit dem Kind zu besprechen.
  • Belohnen Sie das Kind nicht im Anschluss mit materiellen Dingen. Das Kind darf nicht das Gefühl bekommen, sich durch den Wutausbruch einen Vorteil verschafft zu haben.  (Wenn es im Anschluss z.B. ein Eis bekommt)
  • Schreiben Sie sich abends die Situationen auf und wie diese gelöst wurden. Dies verschafft Ihnen beim nächsten Mal Sicherheit.
  • Arbeiten Sie mit dem Kind Punktepläne aus, wenn sich das Verhalten nicht ändert.

Mit diesen Tipps sollten Sie schnell die Wutausbrüche Ihres Kindes in den Griff bekommen. Falls sich dennoch keine Besserung einstellt, wäre eine professionelle Hilfe anzuraten. Für diesen Fall steht Ihnen unser Team jederzeit gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen | Claudia Franz | Dr. Frank & Partner Zürich